In der Pfarrkirche St. Dionysius, deren Hochaltar in Weiß verhüllt war, feierte die Gemeinde am Gründonnerstag die Messe vom Letzten Abendmahl – den Auftakt des österlichen Triduums. Brot und Wein wollen uns Einladung sein zur Gemeinschaft am gedeckten Tisch Jesu. Brot und Wein sollen uns ein Zeichen sein, das uns beschenkt mit der Hingabe Jesu. So folgten sehr viele Gläubige dieser Einladung. Mit dem feierlichen Gloria Preis und Ehre… unter großem Glockengeläut und Orgelspiel verstummte anschließend die Orgel bis zur Osternacht. Das Evangelium erzählt vom Paschamahl, das Jesus mit seinen Jüngern feiert. Er wäscht seinen Jüngern die Füße als Zeichen für seine Demut und dienende Liebe. Zu Beginn der Predigt fragte unser Pfarrer Thomas Kohlhepp mal so in die Runde, was denn jeder so getan hätte, wenn er wüsste, dass er in nicht einmal 24 Stunden tot sein würde? Vermutlich anderes als Jesus getan hat. Das haben wir in den Lesungen und im Evangelium hören dürfen. Wir treten ein in die heiligen drei Tage unseres Glaubenslebens, in das Herzstück unseres ganzen Glaubens Der Gründonnerstag ist ein Abend voller Tiefe und voller Zeichen. Aber auch voller Dankbarkeit. Jesus setzt die Eucharistie ein – die aber auch mit gewissen Pflichten verbunden ist. Und gleichzeitig setzt er auch die Priester ein. Gott handelt durch die Priester an uns. Der Kern unseres Glaubens ist, dass Jesus in der Eucharistie wirklich real bei uns ist. Es ist kein bloßes Erinnern, sondern ein Hineingenommen werden in diese Lebens- und Liebeshingabe Christi für jeden von uns. Auch wir sollen so leben, Dienst und Hilfe am Nächsten. Engagement zu leben, ohne einen Vorteil zu sehen. Die Frage an die Gläubigen: Was bedeutet einem die Eucharistie selber? Lebe ich, was ich hier in der Kirche feiere und empfange? Gebe ich es auch draußen vor der Türe weiter? Gehen wir den Weg der Hingabe mit Jesus in diesen Tagen? Herr, lass mein Leben Antwort auf Deine Liebe sein.
Nach dem Schlussgebet wurde mit Gemeindegesang das Allerheiligste und die Hostien in einer Prozession durch die Kirche zum Seitenaltar übertragen. Die Altäre wurden abgedeckt und entblößt. In der anschließenden Ölbergstunde wurde die an die Todesangst Jesu und sein Gebet im Garten Getsemani vor seiner Verhaftung erinnert und zusammen gebetet. (Text und Bild: Beate Suttner)