Mit einer beeindruckenden Schar von Gläubigen hat die Pfarrgemeinde St. Dionysius den Palmsonntag gefeiert und damit feierlich die Karwoche eröffnet. Um 9:30 Uhr hatten sich die Gläubigen im Vorhof des Kindergartens versammelt. Die Atmosphäre war geprägt von Vorfreude und festlicher Stimmung – und besonders farbenfroh: Die Kindergartenkinder sowie die diesjährigen Kommunionkinder präsentierten ihre liebevoll gebastelten Palmbuschen. Auch der geschmückte Palmesel war wieder ein besonderer Blickfang. Als Pfarrer Thomas Kohlhepp gemeinsam mit den Ministranten eintraf, begrüßte er die wartende Gemeinde herzlich. Die Frauengruppe der Pfarrei bot wunderschön gebundene Palmbuschen zum Verkauf an, die großen Anklang fanden. Nach der feierlichen Segnung der Palmbuschen und der Verkündigung des Evangeliums gestalteten die Kindergartenkinder den Auftakt der Palmprozession mit dem Lied „Auf einem Esel reitet Jesus“. Anschließend setzte sich die Gemeinde in einem würdevollen Prozessionszug in Richtung Pfarrkirche in Bewegung – ein eindrucksvolles Zeugnis lebendigen Glaubens mitten in Neunkirchen. An der Kirche angekommen, vollzog Pfarrer Thomas Kohlhepp das traditionelle „Anklopfritual“ an der verschlossenen Kirchentür. Dabei erläuterte er die tiefgehende Bedeutung dieses alten Brauchs: „Wir werden nun nach einer alten Tradition mit dem Vortragekreuz an die verschlossene Kirchentür klopfen, die sich auf das Pochen des Kreuzes hin auftun wird. So wird das Geheimnis unseres Herrn Jesus Christus sichtbar, der mit dem Stab seines Kreuzes, mit der Kraft seiner sich verschenkenden Liebe, von der Welt her an das Tor Gottes klopfte – von einer Welt her, die den Zugang zu Gott nicht finden konnte. Mit dem Kreuz hat Jesus die Tür Gottes, die Tür zwischen Gott und Mensch, aufgestoßen. Aber der Herr klopft mit seinem Kreuz auch umgekehrt an die Türen dieser Welt – an die Türen unserer Herzen, die so oft für Gott verschlossen sind.“ Und er sagt uns damit: Schau auf mich, den Gott, der für dich zum Leidenden geworden ist, und tu dich auf für mich, deinen Herrn, deinen Gott. Lassen wir diesen Ruf in dieser Stunde in unsere Herzen dringen. Unter festlichem Orgelspiel zog die Gemeinde in die Kirche ein. Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wurde die Leidensgeschichte Jesu nach Matthäus feierlich vorgetragen. Nach dem Danklied wurden die Mitfeiernden mit einer einfühlsamen und zugleich hoffnungsvollen Meditation über Jesus Christus in Beziehung zu uns, jedem Einzelnen und unserem Glauben zu ihm zum Nachdenken angeregt. Am Ende wünschte Pfarrer Thomas Kohlhepp allen eine gesegnete und tiefgehende Karwoche. Im Anschluss an den Gottesdienst lud der Pfarrgemeinderat zum traditionellen Fastenessen ins Pfarrgemeindehaus ein. Bei Kartoffelsuppe und Spaghetti Bolognese nutzten viele die Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch – ein Angebot, das sehr gerne angenommen wurde.