Am Mittwoch, 11. Februar 2026, begann in der Pfarrkirche St. Dionysius Neunkirchen das sechste Jahr der 11er-Wallfahrt zu Unserer Lieben Frau von Lourdes. Die Wallfahrt wurde 2021 im Jubiläumsjahr „350 Jahre Maria-Hilf-Bild“ ins Leben gerufen.
Für diesen Wallfahrtsabend besuchte uns die Fatima Nationalmadonna für Deutschland, die am 13. Mai 1967 in Fatima vom hl. Papst Paul VI. für die deutsche Nation geweiht wurde. Mit päpstlichem Auftrag und Segen verbunden ist sie gleichsam eine große Gnaden-Statue.
Mit Beginn des feierlichen Rosenkranzes um 18:15 Uhr zog unser Pfarrer Thomas Kohlhepp mit den Ministranten und der wunderschön mit weißen Rosen geschmückten Fatima-Nationalmadonna, getragen von vier Mitgliedern der Kolpingsfamilie, in die Pfarrkirche ein. Musikalisch wurde die Feier von der 11er-Schola gestaltet, die die Wallfahrten seit Beginn begleitet. Zum Einzug erklang ein feierliches „Ave Maria“ mit der neuen lauretanischen Litanei. Um 19.00 Uhr folgte die Wallfahrtsmesse unter dem Leitwort „Maria, Heil der Kranken“. Mit besonders feierlichem Orgel- und Trompetenklang sowie dem Neunkirchener Mariengruß, der Text verfasst von unserem Pfarrer, wurde unser Maria Hilf Bild würdevoll geehrt.
In seiner Predigt griff Pfarrer Thomas Kohlhepp die Worte von Papst Leo XIV. zum heutigen Weltgebetstag der Kranken auf. Er beschrieb unsere Zeit als geprägt von Schnelligkeit, ständiger Verfügbarkeit und wachsender Gleichgültigkeit. Diese Haltung erschwere es, innezuhalten und die Not anderer wahrzunehmen. Der Verlust von Aufmerksamkeit für das Gute und Schöne führe zunehmend zu einem Verlust an Sinn und Mitmenschlichkeit.
Christliche Antwort darauf sei die bewusste Entscheidung zur Liebe, die ihren Ursprung in Gott habe. Mit Blick auf Lourdes und Fatima wurde deutlich: Maria weist in ihren Botschaften stets auf diese göttliche Quelle hin. In Lourdes erinnere das Wasser an Heilung und Taufe, in Fatima rufe Maria zu Gebet, Umkehr und Frieden auf. Auffallend sei, dass ihre Botschaften durch Kinder weitergegeben wurden – Zeichen für Offenheit, Vertrauen und Bereitschaft zur Wahrheit. In Lourdes war es die damals 14 jährige Bernadette Soubirous und in Fatima die drei Hirtenkinder Lùcia dos Santos sowie Francisco und Jacinta Marto.
Am Ende des Gottesdienstes wurde zahlreichen Mitwirkenden gedankt: den Mesnern Willi Fuchs und Stefan Diesenbacher für das Fahren der Nationalmadonna, den Trägern der Muttergottes, der Schola, der Lektorin und Kommunionhelferin, den Ministranten, dem „Mann am Stream“, Pater Johannes Bosco für das Beichtsitzen, dem Organisten sowie den Trompetern für die besonders feierliche musikalische Gestaltung. Ein besonderes Dankeschön gilt zudem Michaela Auer-Hartwich für den festlichen Blumenschmuck.
Im Anschluss an die Messe waren die Besucher eingeladen, den Einzelsegen mit dem Reliquiar der Seherkinder zu empfangen.